Wie viel Strom braucht Ihr Kühlschrank?
Beim neuen Kühlschrank zählt nicht nur der Buchstabe auf dem Energielabel. Mit den Kilowattstunden pro Jahr, Ihrer benötigten Größe und einer einfachen Rechnung wird der Vergleich für Ihr Budget greifbar.

KI-Illustration: Gerätewahl und tägliche Nutzung beeinflussen den Verbrauch.
Beim Kühlschrank lohnt sich der Blick auf die Kilowattstunden pro Jahr. Diese Zahl macht den Stromverbrauch zweier Geräte greifbar. Vergleichen Sie dabei Modelle mit ähnlichem Kühl- und Gefrierraum. Ein großer Familienkühlschrank und ein kleines Gerät ohne Gefrierfach erfüllen unterschiedliche Aufgaben, auch wenn beide denselben Buchstaben auf dem Energielabel tragen.
Den Jahresverbrauch auf dem Label lesen
Das EU-Energielabel nennt für Kühlschränke den jährlichen Energieverbrauch in kWh. Dazu kommen die Effizienzklasse von A bis G, das Volumen der Kühl- und Gefrierfächer sowie Geräuschangaben. Über den QR-Code gelangen Sie zum Eintrag des Modells in der europäischen Produktdatenbank EPREL.
Für Ihre Vorauswahl ist der Jahresverbrauch besonders hilfreich: Er zeigt den deklarierten Verbrauch unter festgelegten Prüfbedingungen. Der Buchstabe beschreibt dagegen die Effizienz nach den Regeln für die jeweilige Geräteausstattung. Schauen Sie deshalb beides an, statt aus einer guten Klasse allein auf den niedrigsten absoluten Strombedarf zu schließen.
Notieren Sie bei zwei interessanten Modellen die vollständige Bezeichnung. So können Sie später die richtigen Datenblätter zuordnen. Kleine Ergänzungen im Modellnamen können eine andere Ausführung kennzeichnen. Maßgeblich ist das tatsächlich angebotene Gerät, nicht ein ähnlich aussehendes Produktfoto.
Ähnlich große Geräte vergleichen
Beginnen Sie mit Ihrem Einkauf. Wie viel wird frisch gelagert, wie viel eingefroren? Wer bereits einen separaten Gefrierschrank nutzt, benötigt möglicherweise keinen großen Gefrierteil in der Küche. Für einen Haushalt mit vielen vorbereiteten Mahlzeiten kann die umgekehrte Aufteilung sinnvoll sein.
Vergleichen Sie anschließend Geräte mit ähnlich nutzbarer Innenaufteilung. Die Literzahl allein verrät noch nicht, ob Ihre Getränkeflaschen, Schüsseln und Wochenvorräte gut hineinpassen. Verstellbare Ablagen und die Größe der Schubladen gehören zur Auswahl. Eine passende Frischezone ist dabei ein eigenes Komfortmerkmal.
Auch Kühlgerät und Kühl-Gefrierkombination sollten getrennt betrachtet werden. Zwei Geräte mit ähnlich großem Kühlteil können unterschiedlich viel Gefrierraum mitbringen. Für den Einbaukühlschrank kommt außerdem die vorhandene Möbelnische hinzu. Diese Anforderungen legen wir fest, bevor wir Verbrauchswerte nebeneinanderstellen.
Eine Verbrauchsdifferenz in Euro übersetzen
Mit einer einfachen Rechnung sehen Sie, was ein niedrigerer Jahresverbrauch für Ihr Budget bedeutet: Verbrauchsdifferenz in kWh mal Arbeitspreis Ihres Stromtarifs in Euro pro kWh. Verwenden Sie dafür den Arbeitspreis von Ihrer Rechnung. Die Grundgebühr bleibt bei einem Gerätetausch normalerweise unverändert und gehört nicht in diese Multiplikation.
Ein Rechenbeispiel: 40 kWh weniger Jahresverbrauch ergeben bei angenommenen 0,35 Euro pro kWh eine Ersparnis von 14 Euro im Jahr. Bleiben Strompreis und Verbrauchsdifferenz gleich, sind es über zehn Jahre 140 Euro.
Diese Größenordnung hilft beim Kaufvergleich. Kostet das sparsamere Gerät mehr, betrachten Sie den Mehrpreis gemeinsam mit Innenaufteilung, Geräusch und Ausstattung. Ein Gerät kann Ihnen zusätzlichen Komfort bringen, auch wenn dieser nicht allein durch eingesparten Strom bezahlt wird. Umgekehrt verdient eine ähnliche Ausstattung mit niedrigerem Verbrauch einen genauen Blick.
Vergleichen Sie Gerät, Einbau, Ausbau und Entsorgung im gleichen Umfang. Stellen Sie danach Kaufpreis und jährliche Stromkosten nebeneinander. So sehen Sie, ob ein günstigeres Gerät tatsächlich die günstigere Gesamtlösung ist.
Lüftung und Aufstellort mitplanen
Ein Kühlschrank muss seine Wärme abgeben können. Die vorgesehenen Lüftungswege gehören deshalb zum Möbeleinbau und bleiben frei. Auch die zulässige Umgebungstemperatur richtet sich nach dem Gerät. Ein enger Schrankaufbau oder ein ungeeigneter Aufstellort lässt sich durch eine bessere Effizienzklasse nicht ausgleichen.
Im Alltag zählen außerdem gut schließende Türen, passende Temperatureinstellungen und ein übersichtlicher Innenraum. Wenn Sie lange nach Lebensmitteln suchen, bleibt die Tür unnötig geöffnet. Bewahren Sie häufig gebrauchte Dinge gut erreichbar auf und beachten Sie die Temperatur- und Nutzungshinweise des Herstellers.
Beim Gefrierteil beeinflusst die Abtautechnik Ihre Pflegeroutine. NoFrost und LowFrost erfüllen hier unterschiedliche Aufgaben. Vergleichen Sie die zugehörigen Gerätewerte, statt allein dem Funktionsnamen einen bestimmten Verbrauch zuzuordnen.
Was Sie für den Gerätetausch brauchen
- Modellnummer, Alter und Foto des vorhandenen Kühlschranks.
- Benötigtes Kühl- und Gefriervolumen sowie wichtige Gefäßgrößen.
- Jahresverbrauch und Ausstattung der neuen Auswahl.
- Nischenmaß, Türsystem und vorgesehene Belüftung.
Ist die beste Effizienzklasse immer der günstigste Kauf?
Nein, nicht automatisch. Vergleichen Sie Kaufpreis und Jahresverbrauch zusammen. Entscheidend sind außerdem die Größe und die Ausstattung, die Sie tatsächlich nutzen.
Übernehmen Sie auch den Kühlschranktausch?
Ja. Wir bieten einzelne bei uns gekaufte Kühlgeräte samt Montage im 50-km-Umkreis um Ottersberg an. Ausbau und Entsorgung können Sie mit uns im Angebot abstimmen.
Schicken Sie uns für den Kühlschranktausch die Gerätedaten und Fotos der Küche. Wir vergleichen passende Modelle, ihren Verbrauch und den Einbau. Auf unserer Miele-Seite finden Sie einen weiteren Einstieg zur Kühlgeräteauswahl.
Weiterlesen
Europäische Kommission: Kühlschrank-Energielabel und Jahresverbrauch
Miele: Gebrauchsanweisung mit Lüftungs- und Aufstellhinweisen für Einbaukühlschränke