Ratgeber · Wasserplatz

Franke Mythos Water Hub: Wasser direkt zapfen

Franke Mythos Water Hub bringt Trinkwasser und je nach Ausführung kochendes Wasser an die Spüle. Wir vergleichen All in One und Sparkling, erläutern konkrete Gerätedaten und planen den gesamten Wasserplatz mit.

Ca. 10 Minuten Lesezeit
Eine Karaffe wird am Küchenwasserplatz mit Trinkwasser gefüllt.

KI-Illustration: Trinkwasser direkt an der Spüle zapfen.

Franke Mythos Water Hub bringt mehrere Wasserarten an einen Platz: normales Leitungswasser, gefiltertes Trinkwasser und je nach Ausführung auch kochendes Wasser. Das ist angenehm, wenn Sie regelmäßig Karaffen füllen, Sprudel trinken und den Wasserkocher oft nutzen.

All in One und Sparkling unterscheiden sich im Funktionsumfang. Wir erklären die Auswahl und zeigen anhand eines konkreten Systems, welche Technik unter der Spüle steht. Platz, Bedienung und Verbrauchsmaterial werden von Anfang an mit der Küche abgestimmt.

All in One und Sparkling unterscheiden

Das All-in-One-System bietet sechs Funktionen: normales warmes und kaltes Leitungswasser sowie gefiltertes Wasser kochend, gekühlt, raumtemperiert und sprudelnd. Sparkling ist die 5-in-1-Ausführung ohne kochendes Wasser. Die Bezeichnungen beschreiben damit unterschiedliche Aufgaben, nicht nur verschiedene Oberflächen derselben Armatur.

Wenn Sie hauptsächlich Trinkflaschen und Karaffen füllen, kann Sparkling bereits die gewünschten Funktionen liefern. Kochen Sie regelmäßig kleine Wassermengen für Tee oder die Vorbereitung von Speisen, lohnt sich der zusätzliche Blick auf All in One. Wir beginnen deshalb mit dem bisherigen Verbrauch und der Frage, welche Tätigkeiten an der Armatur zusammenkommen sollen.

Auch der normale Wasserbezug bleibt wichtig. Eine Multifunktionsarmatur wird täglich zum Händewaschen, Abspülen und Topffüllen genutzt. Diese Bewegungen sollen genauso angenehm bleiben wie der neue Trinkwasserbezug. Beim Vergleich betrachten wir deshalb Auslauf, Bedienelemente und Becken gemeinsam und nicht allein die Anzahl der angebotenen Wasserarten.

Vom Getränk zum fertigen Wasserplatz
Funktionen

All in One mit Heißwasser, Sparkling ohne.

Armatur

Auslauf, Becken und Abstellfläche zusammen ansehen.

Unterschrank

Gerätezeichnung mit Ablauf und Mülltrennung verbinden.

Verbrauch

Passenden Filter, CO₂ und Serviceweg zuordnen.

Den Nutzen im Haushalt nachvollziehen

Notieren Sie für eine normale Woche, wie viel stilles, sprudelndes und heißes Wasser Sie benötigen. Denken Sie auch an Trinkflaschen für Arbeit, Schule oder Sport. So sehen Sie, welche Funktionen Sie häufig nutzen würden.

Betrachten Sie außerdem den Platz, den Ihre bisherige Lösung belegt. Flaschen stehen vielleicht im Kühlschrank, Getränkekisten im Hauswirtschaftsraum und der Wasserkocher dauerhaft auf der Arbeitsplatte. Nach dem Einbau kann sich diese Aufteilung ändern. Der zusätzliche Platz im Spülenschrank für die Technik steht diesen frei werdenden Bereichen gegenüber.

Für Tee bleibt die passende Zubereitung wichtig. Unterschiedliche Teesorten brauchen unterschiedliche Temperaturen und Ziehzeiten. Die Wasserstation vereinfacht die Bereitstellung, die Auswahl richten Sie nach dem Getränk aus. Wenn häufig mehrere große Gefäße direkt hintereinander gefüllt werden, gehört auch diese Nutzung in das Beratungsgespräch. So vergleichen wir die Leistung nicht nur an der einzelnen Tasse, sondern an Ihrem tatsächlichen Tagesablauf.

Wenn Sie bisher viel Wasser in Flaschen kaufen, kann eine Wasserstation das Tragen und Lagern von Kisten verringern. Wie viel Flaschenwasser sie ersetzt, hängt von Ihrem Geschmack und Ihren Trinkgewohnheiten ab.

Die Wasserstation verändert auch die Organisation rund um das Becken. Karaffen und Trinkflaschen brauchen einen gut erreichbaren Platz, damit das Füllen keine zusätzliche Vorbereitung verlangt. Eine freie Ablage neben der Spüle erleichtert den Umgang mit mehreren Gefäßen. Diese Fläche wird zusammen mit dem übrigen Arbeitsbereich eingezeichnet.

Heißes Wasser zapfen Sie direkt an der Armatur. Prüfen Sie, ob Sie Ihre Tasse gut darunter halten und anschließend sicher abstellen können. Dafür planen wir auch eine freie Ablage neben dem Becken ein.

Ein konkretes All-in-One-System ansehen

Ein aktuelles Beispiel ist Mythos Water Hub All in One, Artikel 160.0731.752, in Black Matt mit J-Auslauf und Seitenbedienung. Franke nennt dafür eine Armaturenhöhe von 388 mm und ein 35-mm-Armaturenloch. Die Unterbaueinheit ist mit 200 mm Breite, 440 mm Höhe und 525 mm Tiefe angegeben. Die Ausführung ist für Hochdruck vorgesehen.

Diese Werte helfen bei der Vorauswahl, ersetzen aber nicht die ganze Einbauzeichnung. Hinter und neben dem Gerät verlaufen Leitungen, außerdem müssen vorgeschriebene Freiräume und Wartungszugang bestehen. Auch der Boden des Schranks, der Siphon und Abfallbehälter beanspruchen Raum. Wir legen die Gerätedaten deshalb direkt neben die Möbelplanung.

Bei einer Armatur mit 388 mm Höhe prüfen wir auch die Umgebung nach oben. Ein Fensterflügel, Hängeschrank oder Regal kann den Bewegungsraum begrenzen. Der Auslauf soll das Becken erreichen und sich für große Töpfe sinnvoll schwenken lassen. Die gewünschte Oberfläche wird anschließend mit der Arbeitsplatte und den sichtbaren Ablaufteilen verglichen.

Franke nennt bei diesem All-in-One-Beispiel vier Liter Volumen für den Heißwasserspeicher. Für den Komfort ist deshalb wichtig, welche Mengen Sie direkt nacheinander brauchen. Einige Tassen über den Tag sind ein anderer Ablauf als eine größere Wassermenge zu einer Mahlzeit. Wir besprechen diese Nutzung anhand der Leistungsangaben und der Bedienung des Systems.

Bedienung und Sicherheitsfunktionen kennenlernen

Die Auswahl verschiedener Wasserarten muss nachvollziehbar sein. Eine elektronische Anzeige unterstützt die Bedienung, zusätzliche Einstellungen können je nach System über die Franke-App erfolgen. Wir besprechen zuerst den Ablauf direkt an der Armatur. Eine komfortable Funktion nützt im Alltag erst dann, wenn alle regelmäßigen Nutzer wissen, wie sie gewählt wird.

Bei kochendem Wasser nehmen Sie sich für die Sicherheitsbedienung bewusst Zeit. Folgen Sie dem vorgesehenen Ablauf der konkreten Anleitung und nutzen Sie geeignete Gefäße. Tassen und Karaffen sollten gut erreichbar liegen. So entstehen beim Füllen keine zusätzlichen Bewegungen, bei denen ein heißes Gefäß über die Arbeitsfläche getragen werden muss.

Auch die Einstellung des Sprudels ist eine Frage des Geschmacks. Besprechen Sie mit uns, welche Sprudelstärke Sie im Haushalt bevorzugen. Unterschiedliche Vorlieben können bei der Wahl der Funktionen berücksichtigt werden. Entscheidend ist, wie Sie das System täglich nutzen, nicht ob jede verfügbare Einstellung ständig verändert werden soll.

Spülenschrank und Mülltrennung abstimmen

Der Spülenschrank ist häufig schon gut belegt. Becken und Ablauf liegen oben, darunter stehen Müllbehälter, Vorräte und Reinigungsmittel. Ein Water Hub wird deshalb früh eingeplant. Zuerst zeichnen wir die Technik und Anschlusswege ein, danach legen wir fest, welche Bereiche für Abfalltrennung und weitere Organisation frei bleiben.

Eine gute Lösung lässt die notwendigen Teile erreichen. Filter und CO₂-Zylinder werden im Betrieb gewechselt, Anschlüsse bleiben kontrollierbar. Es ist sinnvoll, für seltene Vorräte einen anderen Schrank zu wählen, statt den Technikbereich dicht zuzustellen. Das erleichtert auch die Reinigung des Innenraums und eine schnelle Sichtkontrolle.

Im Bestand prüfen wir die vorhandene Schrankaufteilung mit Fotos und Maßen. Die Armaturenbank oder Arbeitsplatte muss zum vorgesehenen Loch und zur Befestigung passen. Auch die Warmwasserversorgung wird festgestellt. Die Bezeichnung „Untertischgerät“ allein sagt noch nicht, ob die Anschlussart für das Wassersystem geeignet ist.

Filter und CO₂ realistisch berücksichtigen

Beim Beispiel 160.0731.752 nennt Franke eine Filterlebensdauer von 1.700 Litern beziehungsweise 12 Monaten. Diese Angaben gehören zu dieser Kombination. Der Wechsel richtet sich nach den Vorgaben für den verwendeten Filter und das Gerät. Ein anderer Filter oder eine andere Systemausführung darf nicht automatisch mit denselben Zahlen kalkuliert werden.

Der CO₂-Verbrauch hängt davon ab, wie viel und wie stark gesprudelt wird. Für die Kostenbetrachtung nehmen Sie Ihre übliche Trinkwassermenge, die vorgesehenen Verbrauchsmaterialien und den Strombedarf zusammen. Vergleichen Sie diese laufenden Ausgaben mit Ihren bisherigen Getränkeeinkäufen. Komfort und eingesparte Lagerfläche können unabhängig vom reinen Getränkepreis ein wichtiger Entscheidungsgrund sein.

Wir beraten Sie gern zu Service, Verbrauchsmaterial und Wartung bei Franke. Der jeweilige Serviceweg und die passenden Teile werden anhand des angebotenen Systems festgelegt. Bewahren Sie die Produktdaten und Bedienungsunterlagen auf. So lässt sich später ohne langes Suchen zuordnen, welcher Filter benötigt wird und welche Routine für die Anlage vorgesehen ist.

Das Angebot als gesamten Wasserplatz vergleichen

Zum Vergleich gehören Armatur, Unterbaueinheit, Filter, CO₂-Versorgung und das vorgesehene Anschlusszubehör. Lassen Sie diese Bestandteile zusammen auflisten. Dann erkennen Sie, welche Ausstattung Sie tatsächlich erhalten und welche weiteren Arbeiten am vorhandenen Wasserplatz vorgesehen sind.

Ein neues System kann eine andere Aufteilung der Müllbehälter erfordern. Vielleicht wird ein Vorratsschrank anders genutzt oder ein vorhandener Behälter ersetzt. Diese Veränderungen gehören zur Entscheidung, denn sie beeinflussen den täglichen Komfort. Eine angenehme Trinkwasserfunktion soll nicht mit einer unpraktischen Mülltrennung erkauft werden.

Bei einer Nachrüstung werden vorhandene Teile ausdrücklich zugeordnet. Welche Armatur wird ausgebaut, welche Anschlüsse bleiben, was ändert sich im Unterschrank? Ein klares Angebot macht diese Schritte verständlich. Ausbau und Entsorgung können im vereinbarten Umfang mit berücksichtigt werden.

Prüfen Sie zum Schluss die alltäglichen Handgriffe: Können Sie eine Karaffe füllen, das Becken reinigen und den Abfall erreichen? Dafür sollten weder Vorräte noch Zubehör im Weg stehen. Wir planen Armatur, Spüle und Unterschrank entsprechend zusammen.

Ein System für Ihre Küche auswählen

Bei einer neuen Küche planen wir die Wasserstation mit dem Spülenplatz. Bei einer Nachrüstung beginnt der Vergleich mit dem vorhandenen Schrank, der Armatur und den Anschlüssen. Einzelne bei uns gekaufte Wassersysteme bieten wir im 50-km-Umkreis um Ottersberg auch ohne eine komplette neue Küche an.

Für die Vorbereitung reichen zunächst Fotos und Ihre gewünschten Wasserarten. Ergänzen Sie, was an der bisherigen Lösung stört: Kisten tragen, Flaschen lagern, häufiges Aufkochen oder zu wenig Platz an der Spüle. Daraus lässt sich ein gezielter Entwurf entwickeln. Ausbau, Entsorgung und nötige weitere Arbeiten werden im konkreten Angebot abgestimmt.

Lesen Sie ergänzend den Vergleich von BLANCO und Franke sowie den Ratgeber zum Heißwasserhahn. Auf unserer Franke-Seite finden Sie weitere Produkte. Für eine gemeinsame Auswahl nehmen Sie Kontakt auf.

Weiterführende Herstellerinformationen

Franke Mythos Water Hub · All in One 160.0731.752 · Sparkling 160.0708.956

Häufige Fragen zum Mythos Water Hub

Liefert jedes Water-Hub-System kochendes Wasser?

Nein. All in One bietet diese Funktion, Sparkling konzentriert sich auf normales Leitungswasser und die gefilterten Trinkwasserarten ohne kochendes Wasser. Vergleichen Sie die genaue Systembezeichnung und die Funktionen des angebotenen Artikels.

Wie oft wird der Filter gewechselt?

Für All in One 160.0731.752 nennt Franke 1.700 Liter und 12 Monate. Maßgeblich sind der konkrete Filter, die Nutzung und die Wechselvorgaben des Geräts. Wir erklären Ihnen, welche Verbrauchsmaterialien für Ihre Zusammenstellung vorgesehen sind.

Passt die Technik in jeden Spülenunterschrank?

Nein. Gerät, Leitungen, Becken, Siphon und Müllsystem müssen zusammenpassen. Zusätzlich bleiben vorgeschriebene Freiräume und Servicezugang erhalten. Wir gleichen die aktuelle Einbauzeichnung mit dem tatsächlichen Schrank ab.

Beraten Sie auch zur Wartung?

Ja. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl von Verbrauchsmaterial und bei Fragen zum Serviceweg des Franke-Systems. Die weitere Betreuung und Wartung werden anhand der gewählten Ausführung und der vorgesehenen Herstellerleistungen besprochen.