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Induktion oder Glaskeramik: Welche Kochtechnik passt?

Induktion und Strahlungsbeheizung reagieren unterschiedlich und stellen andere Anforderungen an Ihr Kochgeschirr. Wir erklären den Vergleich hinter der Frage nach Glaskeramik und zeigen, welche Punkte beim Umstieg und beim Geräteaustausch zählen.

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Ein Topf wird auf ein schwarzes NEFF-Kochfeld gestellt.

Herstellerfoto: NEFF.

Induktion reagiert schnell auf Änderungen der Leistungsstufe und braucht geeignetes Kochgeschirr. Ein strahlungsbeheiztes Glaskeramikkochfeld passt zu vielen vorhandenen Töpfen und einem vertrauten Kochablauf. Für die Auswahl betrachten wir Ihre Töpfe, Ihre Bediengewohnheiten und den geplanten Einbau gemeinsam.

Glaskeramik bezeichnet die Oberfläche

Die häufige Frage „Induktion oder Glaskeramik?“ meint meist Induktion oder ein Kochfeld mit rot glühenden Heizkörpern unter der Platte. Technisch ist Glaskeramik das Material der Kochfläche. Auch Induktionskochfelder haben üblicherweise eine solche Oberfläche. CERAN ist die geschützte Marke des Glaskeramikherstellers SCHOTT.

Bei der Strahlungsbeheizung erwärmen Heizkörper unter der Fläche das Kochgeschirr durch die Glaskeramik hindurch. Bei Induktion entsteht die Wärme über ein elektromagnetisches Feld im dafür geeigneten Topfboden. Dieser Unterschied bestimmt vor allem, wie die Wärme reagiert und welche Töpfe verwendet werden können.

Im Angebot sollte deshalb die Beheizungsart klar benannt sein. Die schwarze Fläche, ihr Rahmen oder die Zahl der aufgedruckten Zonen verraten Ihnen allein noch nicht, welches System eingebaut ist.

Die Heiztechnik unter der Glaskeramik
●StrahlungsbeheizungHeizkörper erwärmt die Kochfläche
●InduktionWärme entsteht im geeigneten Topfboden
●Für beide prüfenPlatz, Bedienung, Ausschnitt und Anschluss

Wie Sie die Hitze regeln

Beim Induktionsfeld lässt sich die zugeführte Leistung zügig verändern. Das hilft zum Beispiel, wenn Wasser vom kräftigen Aufkochen ins ruhige Köcheln wechseln soll. Die Wärme im heißen Topf und in der Speise bleibt dabei weiterhin vorhanden. Auch eine schnelle Regelung nimmt einem schweren Topf nicht sofort seine gespeicherte Hitze.

Ein strahlungsbeheiztes Feld erwärmt zunächst die Kochfläche. Nach dem Herunterregeln bleibt dort Restwärme erhalten. Wer seit Jahren auf diese Weise kocht, kennt häufig schon den passenden Zeitpunkt zum Zurückschalten. Bei der Umstellung auf Induktion ändern sich diese Gewohnheiten.

Die Beheizungsart und die Bedienung sind zwei Entscheidungen. Die Steuerung sollte gut erreichbar sein und sich für Sie verständlich bedienen lassen. Probieren Sie deshalb aus, wie Sie die gewünschte Zone auswählen und die Stufe ändern. Unser Vergleich von Touch und Drehbedienung zeigt, worauf es dabei ankommt.

Prüfen Sie Ihre vorhandenen Töpfe

Für Induktion braucht das Kochgeschirr einen geeigneten magnetischen Boden. Ein Induktionssymbol des Herstellers ist ein guter Ausgangspunkt. Auch der Bodendurchmesser spielt eine Rolle: Ein kleiner Topf muss vom konkreten Kochfeld erkannt werden, eine große Pfanne braucht eine passende beheizte Fläche.

Schauen Sie vor der Gerätewahl unter Ihre häufig verwendeten Töpfe. Dazu gehören auch die kleine Kanne, der Bräter und die große Pfanne. Wenn mehrere Stücke ersetzt werden müssten, gehört diese Anschaffung mit in die Entscheidung. So bleibt der Gerätevergleich vollständig.

Beim strahlungsbeheizten Feld ist kein induktionsgeeigneter Boden nötig. Trotzdem sollten Form, Ebenheit und Größe zur Kochzone passen. Ein passender Topfkontakt hilft bei beiden Systemen. Sehr große Pfannen brauchen außerdem ausreichend Platz zu den benachbarten Gefäßen. Die Kochfeldbreite betrachten wir deshalb gemeinsam mit Ihrem tatsächlichen Topfbestand.

Reinigung und Einbau mitbedenken

Auf einer strahlungsbeheizten Kochfläche treffen übergelaufene Speisen auf die direkt erwärmte Oberfläche. Bei Induktion erwärmt sich die Fläche vor allem durch das heiße Kochgeschirr. Sie bleibt nach dem Kochen ebenfalls heiß. Beachten Sie Restwärmeanzeige und Pflegeanleitung und reinigen Sie beide Oberflächen mit geeigneten Mitteln.

Für einen Austausch prüfen wir mehr als die sichtbare Breite. Ausschnitt, Arbeitsplattenstärke, Platz unter dem Gerät und Belüftung müssen zum neuen Kochfeld passen. Ein bestehender Herd kann mit seinem Kochfeld verbunden sein. Ob ein neues autarkes Feld eingesetzt werden kann, betrachten wir anhand der bisherigen Geräte.

Auch der elektrische Anschluss richtet sich nach dem Gerät und der vorbereiteten Installation. Wir stimmen den Einbau ab, statt aus einem äußerlich ähnlichen Feld auf dieselben Anschlussbedingungen zu schließen. Im Gerätetausch helfen dafür Modellnummern und Fotos des Bestands.

Ihre Prioritäten geben die Richtung vor

  • Wünschen Sie eine zügige Reaktion auf Leistungsänderungen, betrachten Sie Induktion.
  • Soll viel vorhandenes, nicht induktionsgeeignetes Geschirr bleiben, vergleichen Sie dessen Ersatz mit einem strahlungsbeheizten Feld.
  • Kochen Sie mit großen Brätern, prüfen Sie zusätzlich die Zoneneinteilung.
  • Vergleichen Sie Bedienung und Einbau am konkreten Gerät.

Bleibt ein Induktionskochfeld kalt?

Nein. Der heiße Topf erwärmt die Fläche darunter. Nach dem Kochen ist weiterhin Restwärme vorhanden. Die Anzeige und die Sicherheitshinweise des Geräts bleiben wichtig.

Muss für Induktion die ganze Küche erneuert werden?

Nein. Ein Kochfeld kann auch einzeln ausgetauscht werden. Wir prüfen die vorhandene Arbeitsplatte, das bisherige Gerätesystem und die Anschlüsse.

In der Küchenberatung vergleichen wir die Kochtechnik mit Ihren täglichen Gerichten und dem Platz, der dafür vorgesehen ist.

Herstellerinformationen

SCHOTT CERAN: Glaskeramik und die verschiedenen Heiztechnologien
Constructa: Kochfelder auswählen