Küchenberatung vorbereiten: Was sollten Sie mitbringen?
Für den ersten Termin reichen Grundriss oder Skizze, Raumfotos, Ihre Wünsche und ein Budgetrahmen. Was noch fehlt, klären wir gemeinsam. Diese Checkliste hilft Ihnen bei der Vorbereitung. Das genaue Aufmaß übernehmen wir vor der Bestellung.

Die Kurzcheckliste für Ihre Tasche
Sie müssen keine fertige Küchenplanung mitbringen. Für einen guten Einstieg reichen drei Dinge:
- Ihr Raum: Grundriss oder grobe Skizze und Fotos der Wände, Fenster und Anschlüsse.
- Ihr Alltag: Wer kocht, was in die Schränke soll und was an der bisherigen Küche stört.
- Ihr Rahmen: eine ungefähre Budgetspanne und der gewünschte Zeitraum.
Wenn vorhanden, helfen uns zusätzlich die Modellnummern von Geräten, die bleiben sollen, zwei oder drei Inspirationsbilder und ein vorhandenes Angebot. Fehlende Details klären wir gemeinsam. Ihre eigenen Maße sind noch keine Bestellmaße.
Sammeln Sie Ihre Ideen in unserer digitalen Küchen-Checkliste. So haben Sie Ihre Wünsche beim Beratungsgespräch im Überblick.
1. Grundriss und Maße: Auch unvollständig ist hilfreich
Für den ersten Entwurf reicht oft ein Baugrundriss oder eine gut lesbare Skizze. Markieren Sie:
- Wandlängen
- Raumhöhe
- Türen mit Öffnungsrichtung
- Fensterbreite, Brüstungshöhe und Abstand zu den Ecken
- Heizkörper, Schächte und Vorsprünge
- Wasser, Abwasser, Steckdosen und Abluftöffnung
- geplante fertige Bodenhöhe
Selbst gemessene Werte dienen zunächst als Planungsgrundlage, nicht als Bestellmaß. Nach einer abgestimmten Vorplanung übernehmen wir das professionelle Laseraufmaß. Warum Details wie Winkel, Fensterbank und fertiger Boden wichtig sind, lesen Sie im Ratgeber zum Küchenaufmaß.
Ein erster Grundriss wird mit festen Bezugspunkten verständlicher. Fenster, Türen und Anschlüsse ergänzen die Raummaße.
2. Fotos: einmal im Kreis durch den Raum
Fotografieren Sie jede Wand frontal und zusätzlich die Übergänge in angrenzende Räume. Öffnen Sie Türen und zeigen Sie, wohin sie schwingen. Detailfotos helfen bei:
- Wasser- und Abwasseranschlüssen
- Sicherungskasten oder Unterverteilung
- vorhandener Herdanschlussdose
- Fensterbank und Heizkörper
- Dachschrägen, Balken oder Nischen
- unebenen Wänden und alten Fliesenspiegeln
Fotos ersetzen kein Aufmaß, decken aber früh Konflikte auf und erleichtern das Gespräch über Umbauarbeiten.
3. Ihre Kochgewohnheiten beschreiben
Eine funktionierende Planung beginnt mit Situationen. Beantworten Sie möglichst konkret:
- Wer kocht – eine Person oder häufig mehrere?
- Wird täglich frisch gekocht oder eher am Wochenende?
- Backen Sie oft und benötigen freie Arbeitsfläche?
- Essen Kinder mit oder helfen sie beim Kochen?
- Werden Vorräte groß eingekauft?
- Welche Kleingeräte sollen griffbereit stehen?
- Muss ein Sitzplatz, Homeoffice-Platz oder Durchgang integriert werden?
- Was stört an der bisherigen Küche am meisten?
Der letzte Punkt ist besonders wertvoll. „Zu wenig Platz“ kann fehlende Arbeitsfläche, schlecht zugängliche Ecken oder unpassende Schrankbreiten bedeuten – drei unterschiedliche Lösungen.
4. Vorhandene Geräte auflisten
Notieren Sie vorhandene Geräte, die bleiben sollen, inklusive Modellnummer und Maß. Bei neuen Geräten hilft uns besonders, was Sie im Alltag damit machen möchten:
| Gerät | Gute Frage für die Beratung |
|---|---|
| Kühlschrank | Wie oft wird eingekauft, wie viel Gefrierraum wird gebraucht? |
| Geschirrspüler | 45 oder 60 cm, Standard oder XXL, offene Küche und Lautstärke? |
| Kochfeld | Wie viele große Töpfe stehen gleichzeitig darauf? |
| Dunstabzug | Abluft möglich, offene Wohnküche, Stauraumpriorität? |
| Backofen | Welche Gerichte, welche Einbauhöhe, welche Reinigungsart? |
| Kleingeräte | Was soll sichtbar, im Schrank oder in einer Gerätegarage stehen? |
Geräte, Möbel, Lüftung und Stromanschlüsse sollten gemeinsam geplant werden. Ein später ausgesuchtes Schnäppchen kann sonst nicht zur Nische, Möbelfront oder Elektroplanung passen.
5. Wünsche in Muss, Soll und Kann teilen
Diese Einteilung verhindert, dass jede Inspiration zur Pflicht wird.
Muss: Anforderungen, ohne die die Küche nicht funktioniert – beispielsweise ein 60er-Geschirrspüler, barrierearmer Zugang oder ein definierter Stauraum.
Soll: Dinge mit hohem täglichem Nutzen – beispielsweise breite Auszüge, hochgebauter Backofen oder gute Arbeitsplatzbeleuchtung.
Kann: Details, die schön wären, aber bei Platz oder Budget weichen dürfen – beispielsweise zusätzlicher Weinkühler oder aufwendige Sonderverkleidung.
Bringen Sie Bilder gern mit. Sagen Sie dabei, was Ihnen gefällt: die ruhige Farbstimmung, das Holzdekor, die klare Linienführung oder tatsächlich die Küchenform? Nicht jede abgebildete Insel passt in jeden Raum.
6. Budget offen ansprechen
Mit Ihrem Budgetrahmen wählen wir von Anfang an passende Möbel, Geräte und Materialien aus. Nennen Sie möglichst, ob der Rahmen nur Möbel und Geräte oder auch Boden, Anschlüsse und weitere Arbeiten umfassen soll.
Falls Sie noch unsicher sind, lesen Sie unsere Preisrahmen für neue Küchen. In der Beratung kann der Rahmen anschließend anhand Ihres Grundrisses eingeordnet werden.
7. Zeitplan und Abhängigkeiten nennen
Teilen Sie mit, ob es um Neubau, Einzug, Vermietung oder Austausch im bewohnten Haus geht. Wichtige Termine sind:
- Übergabe oder Einzug
- Fertigstellung von Estrich und Boden
- Elektro- und Sanitärarbeiten
- Maler- oder Fliesenarbeiten
- gewünschte Demontage der alten Küche
- Zeitraum, in dem der Haushalt ohne Küche auskommen kann
Hersteller- und Lieferzeiten verändern sich. Planen Sie daher nicht rückwärts mit einer pauschalen Wochenzahl, sondern stimmen Sie Meilensteine ab. Der Beitrag Wann sollte man eine Küche planen? zeigt zwei praktische Zeitachsen.
Wenn bereits ein fremdes Angebot vorliegt
Bringen Sie Grundriss, Ansichten, Stückliste und Gerätemodellnummern mit. Bei unserem Plan- und Angebotscheck vergleichen wir den Entwurf, die Ausstattung und die enthaltenen Leistungen. Dabei prüfen wir auch die Arbeitswege und Einbauvoraussetzungen.
Was wir im ersten Gespräch gemeinsam klären
| Ihre Frage | Das klären wir gemeinsam |
|---|---|
| Welche Form passt? | Eine sinnvolle Aufteilung von Arbeitsfläche, Geräten, Stauraum und Laufwegen. |
| Wofür lohnt sich mein Budget? | Ihre wichtigsten Ausstattungswünsche und nachvollziehbare Alternativen. |
| Welche Materialien passen zusammen? | Fronten, Arbeitsplatten und bei Bedarf den Boden anhand von Mustern. |
| Wie geht es danach weiter? | Offene Maße und Anschlüsse, die nächsten Planungsschritte und den weiteren Ablauf. |
Für eine ausführliche Erstberatung planen Sie je nach Größe und Vorstellungen 1,5 bis 3 Stunden ein. Sind mehrere Personen an der Entscheidung beteiligt, kommen Sie möglichst gemeinsam oder bringen deren wichtigste Wünsche mit.
Das Budget vor dem Termin eingrenzen
Unsere Preisrahmen für Ihre Küchenform helfen Ihnen, Zeile, L-, U- und Inselküche grob einzuordnen. Im Küchenkonfigurator können Sie vorab Stil, Form, Materialien und Gerätewünsche zusammenstellen.
Wählen Sie Ihren Beratungstermin und bringen Sie mit, was schon vorhanden ist. Wir machen daraus gemeinsam die nächsten konkreten Schritte.
Häufige Fragen zur Vorbereitung
Ja. Für das erste Gespräch reichen Fotos und Ihre Ideen. Im weiteren Verlauf planen wir mit den Raummaßen. Vor der Bestellung messen wir Ihren Raum selbst genau aus.
Nein. Zwei oder drei Inspirationsbilder und Hinweise darauf, was Ihnen daran gefällt, reichen. Materialien und Farben lassen sich anhand von Mustern entwickeln.
Eine ungefähre Spanne reicht. Sagen Sie uns auch, ob darin nur die Küche oder zusätzlich Vorarbeiten und ein neuer Boden enthalten sein sollen.
Je nach Küchengröße und Ihren Vorstellungen dauert eine ausführliche Erstberatung meist 1,5 bis 3 Stunden. Mit einem Grundriss, Raumfotos und ersten Wünschen lässt sich diese Zeit besonders gut nutzen.
Wenn mehrere Personen regelmäßig kochen oder entscheiden, ist ein gemeinsamer Termin ideal. Sind nicht alle verfügbar, sammeln Sie vorher deren Muss-Punkte und Körpergrößen.
Quellen und fachliche Grundlage
Für Ihre Küche stimmen wir aktuelle Produkte, Maße, Anschlüsse und Preise persönlich mit Ihnen ab.
